• Die Grüne Stadt

Die grüne Lunge im Büro –
Fast Dreiviertel der Deutschen haben Pflanzen am Arbeitsplatz

Ob Efeu, Palme oder Farn: Zimmerpflanzen setzen optische Akzente, dienen als lebendige Raumteiler und bringen als kleine, grüne Oasen ein Stück Natur in die Arbeitswelt. Und gesundheitsfördernd sind sie auch noch. Wie es speziell um das Verhältnis der Deutschen zu ihren Büropflanzen bestellt ist, hat forsa 2010 im Auftrag des Bau- und Gartenmarktunternehmens Max Bahr mit einer Studie ermittelt.

Fast Dreiviertel (71 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie eine oder mehrere Zimmer-pflanzen am Arbeitsplatz haben. Generell gibt es bei den Befragten erhebliche Unterschiede, bei der Nutzung und Pflege ihrer Pflanzen. 28 Prozent verzichten komplett auf grünes Beiwerk.

Gute Laune

Die grüne Lunge im Büro Die Freunde von Büropflanzen haben viele positive Gründe: 71 Prozent der Befürworter, vor allem Frauen (76 Prozent), schätzen sie als Dekoration. 62 Prozent, mehr Ältere als Jüngere, holen sich gern ein „Stück Natur an den Arbeitsplatz“, 14 Prozent erhoffen sich sogar ein „Urlaubsgefühl“. 58 Prozent geben an, dass sie ihren „Arbeitsplatz so individueller“ gestalten und knapp die Hälfte glaubt, dass sich ihre Laune dadurch positiv erhöht. Nur fünf Prozent möchte sich damit „vor ungewollten Blicken“ schützen und „von der Unordnung am Arbeitsplatz ablenken“.

Die Heilkraft der Natur

Der positiven Wirkung von Büropflanzen gingen Max Bahr und forsa mit einer weiteren Frage auf den Grund: Welche gesundheitlichen Aspekte schätzen Sie an Ihrer Büropflanze? 70 Prozent finden wichtig, dass ihre grünen Zimmergenossen „entspannend wirken“. Auch die „Sauerstoffproduktion“ (69 Prozent) und die „erhöhte Luftfeuchtigkeit“ (61 Prozent) spielen für viele eine große Rolle, um Pflanzen am Arbeitsplatz zu haben. Auf das „Schadstofffiltern aus der Luft“ legen 56 Prozent Wert. Die damit verbundene Verbesserung des Raumklimas ist Frauen sehr wichtig. 16 Prozent der befragten Personen schätzen besonders die Minderung des Lärmpegels.

Frau und Mann

Grünes Büro Frauen hegen insgesamt eine größere Liebe zu Büropflanzen als Männer. Sie besitzen häufig mehr als drei Pflanzen (42 Prozent). 32 Prozent der männlichen Befragten gaben an, „gar keine Pflanzen“ im Büro stehen zu haben oder „sich nichts daraus zu machen“ (22 Prozent). Wenn Frauen auf Zimmerpflanzen im Büro verzichten, liegt es eher am Platzmangel (27 Prozent) oder daran, dass Pflanzen am Arbeitsplatz nicht erlaubt sind (20 Prozent).

Kalter Kaffee

Bei allen Vorteilen, die die Pflanzenwelt liefert – mit viel Pflege wird sie in deutschen Büros nicht gerade belohnt. Knapp ein Drittel (32 Prozent) der Befragten in der aktuellen Studie gaben an, dass ihre Pflanzen „einiges aushalten müssen“. Zwar stauben 38 Prozent ab und zu die Blätter ab, 33 Prozent pflegen das Grün regelmäßig mit Flüssigdünger oder Düngestäbchen (18 Prozent), doch bei fast der Hälfte (43 Prozent) bekommen die Pflanzen nicht mehr als Wasser. Dafür löschen 25 Prozent den Pflanzendurst mit Mineralwasser. Und acht Prozent sparen sich den Gang zur Spüle – sie kippen hin und wieder ihren kalten Kaffee in den Topf.

Wenn der Grüne Daumen fehlt

Männer (31 Prozent) sagen deutlich häufiger als Frauen (23 Prozent), dass bei ihnen „die Pflanzen immer eingehen“ oder sie ihnen zu viel Arbeit machen (24 Prozent) – das trifft nur auf zehn Prozent der Frauen zu. Gar „keinen Platz“ für eine Pflanze haben 22 Prozent der Befragten. Bei zwölf Prozent sind Pflanzen im Büro sogar „nicht erlaubt“.

Quelle: Max Bahr

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